Freiwillige Feuerwehr Oberbiberg

Druckzumischanlage für Netzmittel und Schaum

Jahrhunderte lang löschten Feuerwehren Feuer mit Wasser. In den letzten Jahren zeigten jedoch zahlreiche wissenschaftlichen Studien, daß das Wasser oft mehr Schaden anrichtet als es nützt. Kurz gesagt : "Wer mit Wasser löscht ist out" !


Warum ist das so ?

1. Wasser besitzt eine natürliche Oberflächenspannung. Durch die damit verbundene Tröpfchenbildung hat das Wasser eine vergleichsweise geringe Oberfläche um Wärme aufnehmen zu können, was jedoch notwendig ist um die Temperatur signifikant zu senken.

2. Wohnungseinrichtungen und Kraftfahrzeuge sind heute in der Mehrzahl aus Kunststoffprodukten ( z.B. Sofa,Sitze,Verkleidungen ) oder sind mit kunststoffen behandelt. Die Basis dieser Produkte ist Erdöl. Damit tropft normales Wasser an der Oberfläche ab und dringt nicht in das Brandgut ein.

3. Bei Waldbränden werden die Baum gebundenen etherischen Öle frei. Wasser kann nicht in das Brandgut eindringen und das Feuer ersticken.

Aber : Nur Wasser ist in jeder Ortschaft ausreichend verfügbar !?


Was tun wir ?

Je nach Brandgut mischen dem Löschwasser unter Druck ein Schaummittelkonzentrat oder einen Emulgator als Netzmittel zu. Dafür benötigen wir abhängig der Brandlast zwischen 0,3 % und 3% des Löschmittelzusatz . Mit dieser vergleichsweise geringen Menge benötigen wir jedoch bis zu 70% weniger Löschwasser. Zusätzlich zu diesem Vorteil ist, das Feuer in vergleichsweise kurzer Zeit gelöscht wird und sich aufgrund des Sauerstoffmangels nicht mehr entzünden kann.

Aus diesem Grund ist in unserem Fahrzeug ein Schaummitteltank mit 125 Liter fest eingebaut. Reicht diese Menge z.B. bei einem Großbrand nicht aus können wir das Konzentrat auch extern Ansaugen ( z.B. aus einem AB Sonderlöschmittel oder Kanistern ).
Für besondere Löscheinsätze führen wir noch geringe Mengen des Löschmittels F 500 mit welches, wie auch das Schaummittel über die Anlage dem Wasser begemengt werden kann.
Werden größere Mengen benötigt, so können diese über die Feuerwehreinsatzzentrale nachgefordert werden.

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